DIE VILLA

Ein bissschen Geschichte...

Ab 1850 siedelten sich besonders im westlichen Teil der Königsstraße führende Elberfelder Firmen an. Die tiefen Grundstücke boten reichlich Platz für straßenseitige Villen und rückwärtig gelegene Fabriken. Auch das 1857 gegründete Unternehmen Ferd. Esser & Co. wurde 1871 hier ansässig. Die "Fabrik in Litzen und Kordeln mit Export-Geschäft in Stahl-, Eisen- und Kurzwaren" entwickelte sich bis Anfang des 20. Jahrhunderts zum bedeutendsten Exporthaus für Stahlwaren in Wuppertal. Besonders begehrt waren die in einem eigenen Werk in Milspe an der Ennepe hergestellten "Gussstahlhauer" (Macheten) für die Plantagenwirtschaft Mittel- und Südamerikas. In der um 1880 erbauten Villa Nr 139 wohnte die Familie Esser.
Das Wappen an der Fassade, Halbsäulen im Obergeschoss und Erkerfigur drückten die Weltläufigkeit des Unternehmens aus. Die benachbarte Villa Nr 141 wurde 1890-1895 für den Schwiegersohn und Prokuristen Adolf Coeler errichtet. Beide Häuser waren durch einen Park verbunden. Zur Wupper hin lagen Produktionsräume, Kontor und Stallungen, die man um 1890 von der Stückfärberei Weegmann übernommen hatte.
Anfang der 1930er Jahre scheiterte die Firma Ferd. Esser & Co an den aus der Weltwirtschaftskrise resultierenden Exportbeschränkungen. In die Gebäude zog u.a. die Etiketten- und Siegelfabrik Bruno Scholz, die noch heute dort ihren Sitz hat. Später kam die Außenstelle der Musikhochschule hinzu.

Heute finden Sie in der Villa Nr. 141 das vierwändewerk!